Fantastische Welten, perfekte Illusionen

Visuelle Effekte im Film



Sonderausstellung vom 15.9.2019 bis zum 30. Juni 2020

Öffnungszeiten : Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr


Filmmuseum Düsseldorf

Schulstrasse 4 40213 Düsseldorf




 

Die Ausstellung "Fantastische Welten, perfekte Illusionen" entführt die Besucherinnen und Besucher in die Welt der visuellen Effekte, dabei stellt sie nicht nur die vielfältigen Verfahren anhand von Filmausschnitten und Fotos vor, sondern bietet auch Gelegenheit, die Herstellung und Wirkung der Effekte interaktiv nachzuvollziehen und selbst zu erfahren.

Die Geschichte der visuellen Effekte im Film ist so alt wie der Film selbst. Seit 1895 haben Regisseure mit ihren technischen Teams versucht, das Unmögliche möglich zu machen. Waghalsige Aktionen von Helden, Begegnungen mit wilden Tieren oder Monstern ziehen wie fantastische Sagenwelten oder ferne Galaxien bis heute die Kinobesucherinnen und Besucher in ihren Bann.

Das Arsenal an Verfahren wie Stopptrick, Mehrfachbelichtung, Stop-Motion, Rückprojektion, Matte Painting oder Green Screen wurde fortlaufend erweitert und erreichte durch Computer Generated Imagery (CGI) neue Dimensionen. Legendäre Erfinder wie Georges Méliès, Ray Harryhausen, George Lucas oder James Cameron sorgten dafür, dass die visuellen Effekte immer perfekter wurden.

Die Ausstellung bietet jedoch auch die Gelegenheit, Herstellung und Wirkung der Effekte interaktiv selbst zu erfahren. An einem eigens konstruierten Schneidetisch können etwa kleine Animationsfilme hergestellt werden, vor gemalten, riesigen Bildhintergründen (Matte Painting) kann der Besucher selbst agieren, ebenso wird die Wirkungsweise der Rückprojektion erfahrbar. Für die Ausstellung wurde vom Filmmuseum ein neues Green Screen eingerichtet, an dem sich die Besucher in bekannte Filmsettings versetzen können Verschiedene Simulatoren innerhalb der Ausstellung erlauben auch Ausflüge in virtuelle Realitäten.

Neben den interaktiven Stationen sind in der Ausstellung außerdem erstmals seltene Objekte und Originalmodelle aus Filmen wie SINDBADS 7. REISE, DER ZERRISSENE VORHAND, DIE UNENDLICHE GESCHICHTE, ALIEN, STAR TREK oder INDEPENDENCE DAY zu sehen. Das Kino Black Box im Filmmuseum zeigt während der gesamten Ausstellung ein umfangreiches Filmprogramm zu Geschichte und Entwicklung der visuellen Effekte.


Für den Film "Am nächsten Morgen kehrte der Minister nicht an seinen Arbeitsplatz zurück",

78 min., 1986, wurde ein Gipspositiv vom Kopf des Schauspieler Kurt Raab hergestellt, dieses mit Stäben auf einem drehbaren Sockel abgetastet. Die Länge der Stäbe ergaben die Daten für den Computer, der die Reanimation des verschwundenen Ministers bewerkstelligte.

1986 waren die Computer saalfüllende Schränke mit Lochkarten.